Modellabstürze - wie sind sie zu vermeiden?

 

Immer wieder sieht, liest oder hört man von spektakulären Äbstürzen bei Mehrmotorigen, wenn ein oder mehrere Motoren während des Fluges abstellen. Es treibt einem schon die Tränen in die Äugen, wenn man die Reste auf dem Boden liegen sieht

Der Kommentar des Piloten ist: 1. Störung, oder 2. ein oder mehr Motoren sind ausgegangen. Störungen haben viele Ursachen !.!.! In den seltesten Fällen liegt es an der Fernsteuerung, diese sind heute technisch so perfekt und übertragungssicher, daß es sich überwiegend um Baufehler oder Steuerfehler handelt. Motorabsteller können immer wieder vorkommen - man muß sich darauf einstellen.

Sollten allerdings beim Start, kurz nach dem Abheben, alle Motoren der einen Seite ausgehen, dann hat der Pilot keine Chance mehr. Da hilft auch kein Beten mehr.

Schon beim Bau eines Mehrmot-Modells sollten 2 Dinge beachtet werden:

1.Die EWD nicht über 2 Grad - auch nicht bei Originalnachbauten.

2.Den Motoren einen Außenzug von ca. 3 Grad geben - linke Motoren jeweils ca. 3 Grad nach links, rechte Motoren ca. 3 Grad nach rechts.

Dieses ist später überhaupt nicht zu sehen, verhindert aber bei Motorenausfall ein sofortiges Herumziehen des Modells über die stehenden Motoren. Das Modell ,,driftet" jetzt allerdings etwas in Richtung der laufenden Motoren, kann aber mit Seitenruder, und nur mit Seitenruder, immer noch auf eine bestimmte Höhe gebracht werden. Niemals versuchen, ein abkippendes Modell mit Querruder gerade zu halten - es führt unweigerlich zum Absturz. Einseitiger Motorzug wirkt auf die Längsachse, was nur mit Seitenruder zu korrigieren ist. Querruder sind für die Querlage da und auch entsprechend zu gebrauchen, eventuell sogar entgegengesetzt zur Seitenrudersteuerung..!.!.!. Äuch niemals Seitenruder und Querruder zusammenmixen - diese Unart ist mit Garantie tödlich. Ebenfalls nicht versuchen, mit gezogener Höhe das Modell oben zu halten.(es bleibt doch nicht dort, sondern beschleunigt in jedem Falle nur noch das Abschmieren). In gewisser Höhe die restlichen Motoren drosseln oder auch abstellen, das Modell abkippen lassen und je nach Gewicht des Modells Fahrt aufholen und im Gleitflug landen, auch wenn die Piste dann nicht immer getroffen wird. Auf jeden Fall geht dann weniger in die Brüche, als bei einem Abkippen mit senkrechtem Trudeln. Vor allen Dingen: Ruhe bewahren - weniger an den Knüppeln der Fernsteuerung herumrühren, die Modelle fliegen oftmals alleine besser, als wenn ein nervöser Pilot versucht, dem Modell irgendeine Richtung aufzuzwingen. Es sei nochmals betont: das Fliegen mit Mehrmotorigen ist genau so einfach wie das Fliegen mit Einmotorigen, nur sollte der Pilot einige Dinge beachten, die bei Modellen mit einem Motor nicht unbedingt zum Absturz führen.