Leichtbauweise

durch Einsparung von Gewicht - Kosten - Arbeitszeit.

Warum, frage ich mich oft, gehen Modellbauer und Hersteller von Baukästen nicht von der alten, überholten Methode ab, Rippenflächen oder Schaumstoffflächen zu bauen wie in der Steinzeit.

Mühevoll werden alle Rippen berechnet, gezeichnet, ausgeschnitten oder gestanzt, um dann völlig unverständlicherweise ein Stück der Nase und das hintere Ende abzuschneiden. Mit viel Aufwand wird dann später wieder eine Nasenleiste und Endleiste angeklebt, um mit noch mehr Aufwand diese dann wieder in die richtige Profiltreue zu verschleifen. Meistens ist dieses ohne Anfertigung einer 1OO%igen genauen Schablone gar nicht mehr möglich !!

Daß es auch anders geht, sogar schneller - besser - billiger - leichter - mit der gleichen baulichen Festigkeit, möchte ich nachfolgend erläutern.

Keine Sorge, die Stabilität ist groß, die Flächen halten jeder Beanspruchung stand, außer einem Frontalaufprall - dann geht allerdings auch jede andere Fläche mit Nasenleiste in Stücken. Alle! meine Modelle, auch die großen, Mehrmotorigen sind ohne Nasen.- und Endleisten gebaut.

Immer den Grundsatz beachten: Luft ist leicht - also wird die Luft mit Balsaholz umbaut, und alles Überflüssige herausgearbeitet. Praktisch könnten Spanten und Rippen nach der Beplankung wieder entfernt werden - sie dienen nur der Formgebung. Ein gutgebauter Hohlkörper trägt sich von alleine. Je leichter ein Modell, desto hervorragender werden die Flugeigenschaften, besonders in kritischen Situationen.

Die durch Holme und Verkastung fixierten Rippen werden mit Leim eingestrichen, jedoch an der Nase nur bis Nasenspitze. Die Beplankung wird aufgelegt, mit Nadeln angeheftet. Dann wird im Nasenbereich die Beplankung von außen angefeuchtet. Jetzt wölbt sich das Holz schon von alleine in die richtige Richtung. Von unten wird je Rippe auch eine Nadel eingesteckt. Ein Gummiband wird zwischen die obere und untere Nadel gespannt ( direkt auf die Rippe, nicht dazwischen).

Warten bis alles durchgehärtet ist. Anschließend die über die Nasenspitze stehende Beplankung sauber abschneiden

und schräge im Profilverlauf anschleifen.

Nun wird der gleiche Vorgang von unten wiederholt. Durch das schräge Anschleifen und Auftragen von Leim im vorderen Teil der Nase, wird diese später so fest, als wäre dort eine extra Nasenleiste angebracht. Entsprechend wird im hinteren Teil mit der ,,Endleiste" verfahren. Die obere Beplankung ca. 1/2 bis 1 cm hinten überstehen lassen, zum schrägen Anschleifen zur Aufnahme der unteren Beplankung.